Beruf?

Baumschul­gärtner!

Deine Berufswahl ist dein erster Schritt in ein eigenständiges Leben. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu informieren, die eigenen Interessen zu erforschen und zu schauen, ob dein Traumberuf zu dir passt.

Wenn du hier die meisten Fragen positiv beantworten kannst, bist du bei uns richtig!

Pflanzen interessieren dich und du hast Lust mit ihnen zu arbeiten?

Du willst viel Zeit an der frischen Luft verbringen und dich körperlich betätigen?

Kaufmännische Grund­lagen interessieren dich eben­so wie Pflanzen- und Boden­kunde?

Technik reizt dich ebenfalls und du bist handwerklich geschickt?

Du hast Freude daran, im Team zu arbeiten und Kunden zu beraten?

Als Baumschulgärtner tust du viel für deine Zukunft und für deine Umwelt!


Aufgaben der Baumschul­gärtner

Kultur der Gehölze planen und Flächen einteilen, Bodenbearbeitung und Pflege.

Gehölzvermehrung und Gehölzveredelung, Gehölze von der Jungpflanze bis zur Verkaufsreife kultivieren, ihr Wachstum steuern, kontrollieren und dokumentieren.

Maschinen und technisches Gerät bedienen und warten.

Gehölze roden, sortieren und kennzeichnen, Gehölze transportieren und für den Versand verpacken.

Gehölze für den Verkauf vorbereiten und präsentieren.

Kunden fachkundig über die Eigenschaften der Pflanzen und die Standortbedingungen beraten und informieren.


Gehölze roden, sortieren und kennzeichnen, Gehölze transportieren und für den Versand verpacken.

Mehr über die Tätigkeiten und eingesetzten Maschinen in den Baumschulen findest du unter Tätigkeiten & Technik.

Aus der Ausbildung

Jana W.*

„Unser Beruf hat viele schöne Seiten: Besonders spannend ist die Versandzeit, dann ist jede Menge los. Man hat alles nochmal in der Hand und überlegt, wie es wohl weitergeht für die Pflanze, die wir hier auf den Weg gebracht haben.“

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*Name von der Redaktion gekürzt.

„Meine ersten Praktika habe ich im Kindergarten und in der Ergotherapie gemacht, das ist aber nichts für mich. Ich muss raus in die Natur!

Von klein auf war ich immer mit meinem Vater im Garten unterwegs, er ist Landschaftsgärtner, deshalb habe ich mir einen grünen Beruf ausgesucht. Ich finde es toll, zu beobachten und teilzuhaben, wie unsere Pflanzen sich entwickeln und wachsen. Wo kommen sie her, wie werden sie vermehrt, was brauchen sie für eine Pflege und so weiter, das macht mir einfach Spaß.

Das Betriebsklima ist hier super, ich habe vor der Ausbildung ein Praktikum gemacht und wusste gleich, der Betrieb und kein anderer! Ich war überglücklich, als ich die Zusage bekommen habe. Mein Ausbildungsbetrieb ist auf Rhododendron und auf Acer - Ahorn - spezialisiert. Es gibt so viele verschiedene "Rhodos" und sie haben so schöne Blüten, und auch der Ahorn hat sehr viele Arten und ist besonders im Herbst eine Pracht.

Unser Beruf hat viele schöne Seiten: Besonders spannend ist die Versandzeit, dann ist jede Menge los. Man hat alles nochmal in der Hand und überlegt, wie es wohl weitergeht für die Pflanze, die wir hier auf den Weg gebracht haben. Die Kombination aus Handwerk und Technik gefällt mir auch sehr gut und im Verkauf und in der Beratung von Kunden bekomme ich gleich ein Feedback der Käufer, die sich über ihre ausgewählten Pflanzen freuen. Ich habe meine Ausbildung mit einem Realschulabschluss begonnen und will im Anschluss mein Fachabi und den Fachagrarwirt machen, um anschließend Gartenarchitektur zu studieren.“


Rosa H.*

„Ich wollte schon immer mit Pflanzen und in der Natur arbeiten. Die Baumschule habe ich ausgesucht, weil für mich Bäume die Zukunft sind, auch energetisch. Das Thema Aufforstung interessiert mich sehr, deshalb möchte ich nach meiner Ausbildung meinen Meister machen oder studieren und gerne ins Ausland, um weitere Erfahrungen zu sammeln.“

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*Name von der Redaktion gekürzt.

„Der Beruf bietet sehr viele Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren, zum Beispiel in Richtung Natur- und Landschaftspflege, Baumpfleger oder Greenkeeper für Golfanlagen.

Unsere Ausbildung ist sehr vielfältig, und wir durchlaufen alle Bereiche der Baumschule: Bei der Kommissionierung der Ware zum Beispiel werden die Bäume und Gehölze versandfertig gemacht und auf den Lkw geladen. Auf der Hoffläche geht es um die Pflege der Bäume und während der Versandzeit werden die Pflanzen gedrahtet, balliert und etikettiert, bevor es auf die Reise geht. Da lernt man auch ganz nebenbei die botanischen Namen.

In der Berufsschule wird uns theoretisches Fachwissen, zum Beispiel über Pflanzenschutz und Krankheiten vermittelt, über Fruchtstände und welche Vermehrungsarten es gibt, auch die Bodenkunde ist wichtig.

Die Arbeit ist zum Teil sehr anstrengend, so dass ich in meiner Freizeit nicht so viel Sport treiben muss, wenn dann eher im Winter. Lesen und Freunde treffen sind mein Ausgleich zur Arbeit.“


Jan Philipp K.*

„Was mir viel Spaß macht, ist das Veredeln. Das ist sehr kreativ und du musst Gefühl für die Pflanze haben – jeder Trieb ist anders und jede Pflanze wird in Handarbeit zusammengefügt.“

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*Name von der Redaktion gekürzt.

„Mein Schwager hatte mir einen Sommerjob in der Baumschule vermittelt, und das hat mir sehr gut gefallen. So bin ich auf diesen Ausbildungsberuf gekommen.

Ich bin viel an der frischen Luft und finde es gut zu sehen, wie die Pflanzen aufwachsen. Bei uns im Betrieb wird hauptsächlich vermehrt und veredelt. Von den Mutterpflanzen werden Triebe abgenommen, nach etwa zwei Wochen beginnen sie zu wurzeln. Sie werden von uns getopft und über zwei Jahre gepflegt, dann sind sie versandfertig. Die Versandzeit ist die spannendste Zeit, dann ist richtig was los.

Wer den Beruf lernen möchte, sollte gut im Team arbeiten können und Interesse an den Pflanzen haben. Mit Regen und Kälte muss man auch klar kommen, und gerade in der Versandzeit kann es auch mal stressig werden.

Nach meiner Ausbildung möchte ich in eine Hochbaumschule, um auch mit großen Gehölzen Erfahrung zu sammeln. Außerdem habe ich vor, meinen Meister zu machen und danach könnte ich mir vorstellen, nach Kanada zu gehen.“


Startschuss Praktikum

Du solltest dir verschiedene Baumschulbetriebe anschauen und deinen Wunschberuf am besten während eines Praktikums kennenlernen!

Ein Praktikum hat gleich mehrere Vorteile:

Du gehst auf Nummer sicher, ob dir der Beruf und die Ausrichtung des Betriebes gefallen – denn viele Baumschulen haben sich spezialisiert.

Sortimentsbaumschulen ziehen verschiedene Gehölze heran: Obst- und Straßenbäume, Solitär­bäume, Nadel­ge­hölze, Zier­ge­hölze, Hecken­pflan­zen und Rosen.

Rosenspezialbetriebe wiederum züchten Rosen und bieten ein umfangreiches Sortenspektrum an.

Jungpflanzen- und Anzuchtbetriebe haben sich auf einen ganz bestimmten Kulturabschnitt der Gehölze spezialisiert.

Handelsbaumschulen konzentrieren sich auf den Verkauf und den Versand von Gehölzen, die sie international vermarkten.


Baumschulfinder

Infos zur

Ausbildung

Der Baumschulgärtner ist eine der sieben Fachrichtungen des Gärtners. Als schulische Voraussetzung solltest du mindestens einen guten Hauptschulabschluss mitbringen. Mit einem höheren Abschluss hast du bessere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten, es erleichtert dir Fort- und Weiterbildungen oder Spezialisierungen im Beruf.

Ausbildungsart und -dauer

Die duale Ausbildung dauert regulär drei Jahre, bei entsprechendem Schulabschluss oder Vorbildung kannst du um maximal ein Jahr verkürzen. Deine Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. In den meisten Bundesländern wirst du gemeinsam mit den Gärtnern der anderen Fachrichtungen eine Klasse besuchen, in Elmshorn (Schleswig-Holstein) und im Raum Weser-Ems gibt es reine Baumschulgärtner-Klassen. In Bayern, Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen können Baumschulgärtner innerhalb der Ausbildung den Schwerpunkt Pflanzenfachberater wählen. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Präsentation und den Verkauf der Produkte und auf die Beratung der Kunden gelegt.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung richtet sich nach Gehaltsstruktur und Tarifverträgen in den verschiedenen Regionen / Bundesländern.

1. Ausbildungsjahr ca. 615 Euro
2. Ausbildungsjahr ca. 650 Euro
3. Ausbildungsjahr ca. 720 Euro

Abschlussprüfung

Zum Abschluss deiner Ausbildung wirst du praktisch, schriftlich und mündlich geprüft. Zur praktischen Prüfung gehört die Arbeit an der Pflanze – Planung, Vorbereitung und Durchführung. In der schriftlichen und mündlichen Prüfung werden deine Pflanzenkenntnisse abgefragt, außerdem müssen Fragen zu betrieblichen Zusammenhängen und aus der Wirtschafts- und Sozialkunde beantwortet werden. Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden.